Text zur Diskussion: Der moderne Rechtsstaat (2. Sitzung)
Donnerstag, 25.08.2011, 19.30 Uhr
Der moderne Rechtsstaat
Der Veranstaltungsort ist noch unbekannt und wird so bald wie möglich an dieser Stelle bekannt gegeben.
Vor dem Hintergrund der heute krassen Divergenz zwischen den tatsächlich massgebenden Strukturen in der demokratischen Marktwirtschaft und dem theoretischen Modell der demokratischen Gleichberechtigung und -verflichtung mündiger Bürger_innen, liegt die Vermutung nahe, dieses Modell diene nur der Legitimation der herrschenden Zustände.
Wir gehen in diesem Zusammenhang der Frage nach, wie moderne Rechtsstaaten, „westliche Werte“ und Menschenrechte entstanden sind. Wir fragen, nach dem Verhältnis von Recht und Souveränität, und welche Rolle dabei die Gesetzeskraft spielt. Dazu soll ein besonderes Augenmerk auf das herrschende moderne Menschenbild gelegt werden, das dem Individuum Rationalität zuschreibt und gleichzeitig Emotionalität ausklammert, sich selbst aber nur auf metaphysischen Grundlagen konstruieren kann.
(thema wurde angepasst)
Zur Lektüre:
Niggli Marcel Alexander, Bindung und Norm: Recht, Verhaltenssteuerung und Postmoderne, Menschliche Ordnung: zu den metaphysischen Grundlagen der modernen Gesellschafts-, Norm- und Straftheorie, Basel 2000.
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